Dem Großteil der aktiven Internet-User ist dieses Problem sicher schon über den Weg gelaufen. Man sucht und sucht, kommt aber zu nichts.
Ein häufiger Grund sind die verführerischen Hyperlinks. Durch sie kommt man oft vom Hundertsten ins Tausendste. Man will sich über EHEC informieren und landet über Umwege wie “Robert-Koch-Institut” -> “Bundesministerium für Gesundheit” -> “Daniel Bahr” letztendlich bei “Gesundheitsprämie”. Oft ist man dann zwar um einige Fakten reicher, hat jedoch nicht das gemacht, was man eigentlich in der Zeit machen wollte.
Das sollte bei einer ernst gemeinten Recherche allerdings nicht das Thema sein. Ein wichtiges Thema ist jedoch das Suchen an sich.
Vorneweg
Es ist nicht das Wissen um die Macht der Suchmaschine, was einen zum Meistersucher macht, sondern die Erfahrung und auch die Routine. Keiner sagt einem, welcher Ergebnis-Link zur gewünschten Information führt. Doch je häufiger man sucht, desto häufiger wird man auch auf Anhieb die richtige Seite anklicken.
Kleine Tricks
Wenn man ein Buch über Amazon bestellen will, gehen die Meisten direkt auf die Seite, um dort dann den Buchtitel einzugeben. Das ist prinzipiell nicht verkehrt, jedoch geht es schneller, bei Google den Buchtitel samt Keyword “Amazon” einzugeben. Die Seite von Google baut sich schneller auf und verlinkt direkt auf die Seite des Buches. Zugegebenermaßen ist das nur eine kleine Zeitersparnis, summiert sich aber beim täglichen Surfen. Viele solcher kleinen “Tricks” führen dazu, dass es für einen Laien so aussieht, als würde beim Computerprofi das Internet schneller arbeiten.
Doch nun zu umfassenderen Suchen.
Suchbegriffe einschränken
Nehmen wir an, ein Nutzer möchte Wissen, wann die Cheopspyramide erbaut wurde. Hier würden die meisten Nutzer wohl auf Suchbegriffe wie “Cheopspyramide” oder “Cheopspyramide Wikipedia” bauen. Natürlich steht auf der Seite von Wikipedia, wann die Pyramide fertiggestellt wurde, aber schneller ist man, wenn man gleich “Fertigstellung Cheopspyramide” eingibt. Dann sieht man die gewünschte Information nämlich bereits auf der Suchseite. Dieses Verfahren gilt auch für komplexere Sachverhalte. Zuerst gilt es, die Information weit genug einzuschränken. Denn Hauptproblem ist die Informationsflut.
Dabei helfen sogenannte Such-Operatoren. dazu zählt das Pluszeichen (+), das Minuszeichen(-) und die Anführungstriche(“”).
Lassen wir Suchbegriffe sprechen:
>Angelina< gibt bei Google an den ersten Stellen wie zu erwarten vor Allem Seiten über Angelina Jolie aus.
>Angelina -jolie< sorgt dafür, dass Google nach Angelina sucht, aber ohne Jolie. Dadurch führt die Ergebnisseite nun auf Seiten, die nichts mit der Schauspielerin zu tun haben. Dies ist eine Einschränkung durch Ausschluss.
Sucht man nach exakten Phrasen, sollte man Anführungszeichen verwenden. Wichtige Beispiele sind: Fehlermeldungen, offizielle Briefe, Spam-Mails
So ist es zum Beispiel möglich nur über >”Daher können wir die längerfristige Verfügbarkeit nicht immer garantieren”< eine typische Urlaubsreisen-Spammail zu identifizieren.
Ein Pluszeichen direkt vor einem Wort sagt Google, dass dieser Suchbegriff auf jeden Fall vorkommen muss.
Eine Kombination dieser Operatoren ist im Sinne der schnellen Ergebnisfindung erwünscht.
Für alle, die all das schon immer so machen, hier noch die wichtigsten erweiterten Operatoren:
Google ist mächtig
>inurl:stream< ”inurl:” ist ein Google-Operator, der speziell die URL-Zeilen nach Keywords durchsucht. Auch er kann kombiniert werden.
>site:de< “site:” lässt Google nur innerhalb der angegebenen Domain suchen. Wie im Beispiel ersichtlich gilt das auch für Toplevel-Domains.
>filetype:pdf< “filetype:” veranlasst Google dazu, nur bestimmte Datei-Endungen zu präsentieren. Das ist sehr gut geeignet, um wissenschaftliche Dokumente, wie z.B. Vorlesungsfolien zu finden.
Für weiteres Interesse an derartigen Operatoren dem Link http://www.googleguide.com/advanced_operators_reference.html folgen.
Spezialfälle
Für manche Suchen sollte Google nicht die Suchmaschine erster Wahl sein.
Zum Suchen&Finden von Personen empfehle ich: 123people.de, pipl.com und yasni.de
Zum Finden neuer und guter Seiten zu einem Thema: Den Webkatalog www.dmoz.org
“Wer sucht, soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet.
Wenn er fand, wird er betroffen sein.
Wenn er betroffen ist, wird er zu staunen beginnen.
Wenn er zu staunen begann, wird er herrschen.
Wenn er zu herrschen begann, wird er Ruhe finden.”
(Jesus wäre sicherlich ein guter Googler.
)